Sri Lanka war bislang das Land, was mich mit der größten Vielfältigkeit überrascht hat. Berge und ganz viel grün im Hochland, so viele Palmen, wie ich noch nie wo anders gesehen habe, eine unglaubliche Tiervielfalt auf offener Straße und die schönsten Strände überhaupt. Einfach ein echter Allrounder und hier ist wirklich für Jeden was dabei. Warum du Sri Lanka unbedingt besuchen solltest und was du auf keinen Fall verpassen solltest, erfährst du hier – viel Spaß! ❤️

Itinerary Overview

Mirissa 3 Nächte
Santino Garden (⭐️⭐️)
Tangalle3 Nächte
Sandhara Home Stay (⭐️)
Ella3 Nächte
Rawana Mountain View Homestay (⭐️⭐️)
Villa Eden Paradise (⭐️)
Kandy 1 Nacht
Quick Stop Inn (⭐️)
Sigiriya2 Nächte
Sigiri Tarushan Home Stay(⭐️⭐️)
Negombo1 Nacht
Diva Villa Airport Transit Hotel (⭐️)

Um Sri Lanka wirklich gerecht zu werden, reicht diese 2 Wochen Route natürlich nicht aus. Aber es ist perfekt um einen ersten Einblick in das Land zu bekommen und es ist auch von Allem was dabei. Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, würde ich diese Orte noch ergänzen:

  • Colombo (1 Nacht)
  • Ahangama
  • Nuwara Eliya (1 Nacht)

Eine klassische Sri Lanka Reise ist immer ein Loop. Man muss sich nur vorher entscheiden, wie rum man ihn machen will. Was ich definitiv empfehlen kann, ist im Süden zu starten, anstatt wie die meisten im Norden anzufangen. Das liegt einfach daran, dass man so der Masse entgegen schwimmt und es viel einfacher ist Transporte zu buchen, da diese Richtung einfach nicht so gefragt ist. Beispielsweise ist der berühmte Ella Train in diese Richtung auch viel leerer.

Auch ein Grund warum wir im Süden gestartet haben ist, da wir am Anfang der Reise am Strand sein wollten und wir danach noch auf die Malediven geflogen sind und somit zu Beginn und am Ende am Beach waren. Wenn ihr wissen wollt, wie man Sri Lanka am besten mit den Malediven verbindet, dann schaut hier gerne bald wieder vorbei. Mein Low-Budget Malediven Guide kommt auch bald!

Wichtig noch zu erwähnen: Wir waren zu 5 unterwegs. Demnach brauchten wir auch immer größere Taxis, die natürlich teurer waren. Die Preise haben wir immer durch alle geteilt. Wie viel die Strecken für 2 Personen kosten, kann ich leider nicht sagen.

First Things First

Sri Lanka Einreise

Für die Einreise nach Sri Lanka benötigst du

  • einen gültigen Reisepass (mind. 6 Monate gültig)
  • Visum (Touristenvisum für 30 Tage)

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für den Loop ist von Dezember bis April. Wir waren im März dort und hatten jeden Tag perfektes Wetter. An der Südküste ist es in dem Zeitraum schön warm und es regnet kaum. Im Hochland in der Region Ella ist es allerdings etwas kühler, sobald die Sonne untergegangen ist. Dort braucht man dann definitiv lange Kleidung und auch einen Pullover. In Sigiriya und Negombo ist es aber wiederum gar nicht kalt.

Durchschnittliche Temperaturen im März:

  • Südküste: 25-30 Grad
  • Hochland (Ella): 16-25 Grad
  • Sigiriya: 22-30 Grad

Währung

Die Währung auf Sri Lanka heißt Rupie

  • 5.000LKR = 13,78€
  • 1.000LKR = 2,76€
  • 500 LKR = 1,38€

Bankautomaten findet man wirklich an jeder Ecke und es definitiv ratsam immer genug Bargeld dabei zu haben, da man oft nicht mit Karte zahlen kann. In Hotels und Home Stays zahlt man meistens auch in Bar.

Einige Automaten haben eine Abhebegebühr von ca. 0,90-1,20€. Allerdings gibt es auch drei Banken, welche kostenlose Abhebungen anbieten:

  • People’s Bank
  • Commerical Bank

Ich habe zu Beginn am Flughafen 70.000LKR (=ca. 192€) abgehoben und musste danach nur noch 2-3 mal abheben.

E-Sim oder Lokale Sim Karte

Auf Sri Lanka würde ich definitiv nicht nur auf WLAN setzen, da das bei uns meistens super schlecht war.

Mein Tipp ist wirklich eine lokale Sim am Flughafen zu kaufen. Bei Dialog haben wir für 125 GB nur ca. 11€ bezahlt. Den stand findet ihr direkt in der recht kleinen Ankunftshalle des Flughafens.

Wenn ihr euch eine Esim holen wollt, dann kann ich euch Holafly nur empfehlen. Damit habt ihr unbegrenzt Datenvolumen und mit meinem Code „MESCHISSA“ könnt ihr nochmal 5% sparen ❤

*Werbung

Apps

  • PickMe (wie Uber)
  • Dialog (um zu Tracken, wie viel Datenvolumen noch übrig ist)
  • RDMNS.LK (Routen und Zugabfahrtszeiten)
  • Währungsumrechner

Tipp: Lad die PickMe App erst am Flughafen runter, sobald du deine Sim Karte getauscht hast, damit die App mit der sri lankischen Telefonnummer verbunden ist. Oft rufen die TukTuk Fahrer einen nämlich vorher an.

Wie komm ich von A nach B?

In Sri Lanka ist es generell super einfach von A nach B zu kommen und es gibt echt viele Möglichkeiten.

  • Zug
  • Taxi
  • eigenes TukTuk mieten
  • Local Bus

Um zwischen Orten zu wechseln und um längere Strecken zurück zu legen eignen sich am besten Zug und Taxi. Beispielsweise kann man mit dem Zug am Strand entlang von Nähe Flughafen direkt runter an die Südküste fahren. Oder man macht die bekannte Bahnfahrt um von Ella nach Kandy zu kommen. Die Zugfahrten dauern allerdings deutlich länger, als mit dem Taxi, haben aber eine viel schönere Aussicht und sind günstiger. Selbiges gilt für die Local Busse. Hierzu hab ich euch aber weiter unten nochmal ein genauen „Local Bus Mini Guide“ mit rein gepackt.

Private Taxis bringen einen wirklich überall hin und man findet auch easy welche, die einen für längere Strecken (3-4h) von A nach B kutschieren. Die bucht man entweder über die PickMe App oder man fragt einfach in seiner Unterkunft, ob die einen Fahrer organisieren können. Es gibt so eine riesen Masse an Taxifahrern in Sri Lanka und die Leute aus den Unterkünften können eigentlich immer jemanden organisieren, der dann auch recht kurzfristig Zeit hat.

Tipp: Wenn ihr einen wirklich guten, lieben und sehr zuverlässigen Fahrer sucht, kann ich euch unseren wirklich nur empfehlen. Ich habe Duminda gefragt, ob ich seine Nummer hier veröffentlichen darf und er hat gesagt, dass er sich darüber sehr freuen und es ihm wirklich weiterhelfen würde. Seit neustem ist er auch auf Instagram, dort könnt ihr ihm natürlich auch schreiben. Unsere ganze Experience mit ihm war wirklich eine 10/10! Tel: +94 76 936 1896 Insta: @srilanka_tour_service

Mirissa – Insta Spot an der Südküste

Mirissa ist ein etwas größerer touristischer Ort direkt an der Südküste von Sri Lanka und voll mit gehypten Instagram Spots. Es gibt hier eine größere und auch stark befahrene Hauptstraße an der fast alle unten genannten Spots liegen – das meiste kann man auch easy zu Fuß machen. Jeder der auf fancy Foodspots, Surfen und Pilates steht, wird hier auf jeden Fall fündig. Empfehlen würde ich hier 3 Tage zu bleiben, wer surfen mag, gerne auch länger.

Vom Flughafen nach Mirissa:

Wir haben unsere Reise direkt in Mirissa gestartet. Nach dem Flug sind wir dann direkt nochmal ca. 2 1/2h bis an die Südküste gefahren. Das Taxi hatte ich zuvor über unsere Unterkunft vorbestellt.

Kosten: 24.000LAK (=ca. 66€) für ein Großraumtaxi

Must-Do’s

AktivitätenFood Spots
-Coconut Tree Hill
-Baby Turtle Release
-Mira Mirissa Pilates Class
-Outdoor Kino: The Picture House
-The Doctors House
-Parrot Rock

Strände:
-Mirissa Beach
-Secret Beach
-Turtle Beach
Restaurants:
-Zouk Mirissa
-Lava Mirissa
-No. 1 Dewmini Roti Shop
-Foodtruck am Mirissa Beach

Cafés:
-Shady Lane
-Hey Mama
-Lost Paradise
-ODIN’S
Zouk Mirissa
Hey Mama
No.1 Dewmini Roti Shop
ODIN’s
Shady Lane
Hey Mama

Coconut Tree Hill

Der Coconut Tree Hill ist mit einer der gehyptesten Spots auf Sri Lanka, den jeder schon mal auf Social Media gesehen hat. Zu Sonnenuntergang wird es hier sehr schnell sehr voll, weshalb ich wirklich nur empfehlen kann gegen frühen Mittag hier her zu kommen. So hat man wirklich die besten Chancen tolle Fotos zu machen und nicht hunderte Menschen im Hintergrund zu haben.

Direkt daneben befindet sich übrigens das Café ODIN’S von dem aus man auch, mit ein bisschen Glück, Schildkröten im Wasser beobachten kann.

Baby Turtle Release

Direkt am Mirissa Beach findet ihr neben dem Haus der Küstenwache (Google Maps Spot verlinkt) einen kleinen Zaun hinter dem sich ganz viele Schildkrötennester befinden. Auf den Schildern dort steht an welchem Tag die Kleinen ungefähr schlüpfen sollen. Man kann aber bei der Küstenwache auch einfach nochmal nachfragen, ob und wann wieder Schildkröten schlüpfen. Wir hatten leider nicht das Glück, während wir dort waren, aber ich glaube das ist ein riesiger Bucket List Moment, den man unbedingt mitnehmen sollte, wenn man dort ist.

Die Freilassungen finden dann immer abends gegen 18:30/18:45 Uhr statt.

Secret Beach

Viele Strände auf Sri Lanka befinden sich direkt an den großen Hauptstraßen wie beispielsweise der Mirissa Beach. Im Gegensatz dazu liegt der Secret Beach schön abgelegen und ruhig mitten im Nirgendwo. Ganz so secret ist er leider nicht mehr, weshalb sich früh dran sein echt lohnt. Wir haben dort morgens einen kleinen Spaziergang hin gemacht, was ich wirklich nur empfehlen kann. Von der Stadtmitte in Mirissa aus dauert das so ca. 20min. Der Weg führt zum Ende hin durch süße kleine Gässchen, was wirklich ein schöner Kontrast zu der stark befahrenen Hauptstraße ist.

Am Beach gibt es Liegestühle, Sitzbänke und ein kleines Restaurants für Snacks und Getränke. Der Eintritt ist kostenlos.

Wie geht’s weiter? – unsere Local Bus Erfahrung

Von Mirissa gings für uns weiter nach Tangalle. Der Ort liegt ca. 1h entfernt von Mirissa und die Strecke eignet sich, aufgrund der kurzen Distanz, perfekt, um eine Fahrt mit dem Local Bus auszuprobieren – das ist nämlich nicht nur super günstig, sondern auch ein echtes Erlebnis.

Wie funkioniert das Bus fahren?

Bus Fahren in Sri Lanka funktioniert ein bisschen anders als bei uns in Deutschland. Zunächst gibt es grundsätzlich rote und blaue Busse. Die roten Busse sind staatliche Busse, die günstiger sind, aber weniger Komfort bieten. Die blauen Busse sind von Privatpersonen und meist neuer, manchmal auch mit Klimaanlage, aber dafür auch teurer.

Die Busse fahren eigentlich immer und ständig. Von daher muss man keine Fahrpläne studieren, sondern stellt sich stattdessen einfach an der Hauptstraße an das nächste Bushäuschen und wartet ein paar Minuten. Oben frontal an den Bussen stehen immer die Endhaltestellen bzw. die Orte, zu denen der Bus fährt, dran. Man kann aber auch einfach nachfragen wenn der Bus hält. Diese Gespräche laufen ungefähr so ab „Tangalle?“ „Yes.“ und dann springt man auch schon rein, während der Bus schon wieder los fährt. Hier wird wirklich keine Sekunde verschwendet. Zum Bezahlen kommt der Fahrkartenkontrolleur dann im Bus auf einen zu. Zum Aussteigen kann man immer und überall einfach einen roten Stoppknopf (wie man es auch aus Deutschland kennt) drücken oder man sagt dem Kontrolleur bescheid wo man raus muss. Ich würde die Strecke einfach nebenbei auf Maps tracken, um zu schauen wo man raus muss.

Um von Mirissa nach Tangalle zu kommen, nimmt man zu erst den Bus nach „Matara“ und von dort den in Richtung „Tangalle“. Der Busbahnhof in Matara ist relativ groß und ist sehr trubelig. Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind, kam aber direkt jemand auf uns zu mit „Tangalle?“, Wir so „Yes“ und dann ist er los gesprintet und wir einfach hinterher – Und schon saßen wir im richtigen Bus 🙂 Bezahlt haben wir für die Strecke mit einem der blauen Busse insgesamt 1,91€ pro Person.

Wichtig zu erwähnen und warum das ganze ein richtiges Erlebnis ist:

Die Busse in Sri Lanka fahren unglaublich schnell und wild. Hintergrund hierbei ist, wer schneller ist, kann mehr Personen einsammeln und mehr Geld verdienen. Demnach wird jeder der zu langsam ist überholt und dabei wird gefühlt Rücksicht auf Niemanden genommen. Manchmal hält der Bus auch gar nicht richtig und man muss während der Fahrt rausspringen. In den Bussen selbst läuft meist laut Musik, die Türen stehen während der Fahrt offen, es ist sehr sehr eng (vor allem mit großen Backpacks) und manchmal springt auch jemand rein und verkauft random was zu essen. Für den Preis, aber definitiv eine Erfahrung die man mitnehmen sollte.

Tangalle – ruhiges Paradies

Tangalle ist ein etwas kleinerer, ruhiger Ort mit süßen Cafés und dem schönsten Strand Sri Lankas. Allein wegen dem Strand wollte ich unbedingt hier her kommen, weshalb wir auch eine Unterkunft ausgewählt haben, die von dort nur 2 Minuten zu Fuß entfernt ist. Wir waren also nicht in Tangalle direkt, sondern ein paar Minuten außerhalb. Toll ist hier auch, dass man nur ca. 25min vom momentan gehyptesten Ort Sri Lankas, nämlich Hiriketiya, entfernt ist und man so auch super einen Tagesausflug dorthin machen kann. Viel machen kann man hier außer entspannen aber nicht, mir persönlich würden demnach 2-4 Tage absolut ausreichen.

Must-Do’s

AktivitätenFood Spots
-Silent Beach
-Goyambokka Beach
-Talalla Beach
-Tagesausflug nach Hiriketiya
-Kopi Café
-Hemans Coffeeshop
-Harmunis Vegan Café
-Break Point
-EasyLife Campus (direkt neben unserer Unterkunft)

Aufgrund der begrenzten Zeit, haben wir uns an der Südküste ja nur für 2 Stopps entschieden: Mirissa und Tangalle. Für Tangalle hab ich mich einzig und allein aus dem Grund entschieden, dass dort der schönste Strand Sri Lankas sein soll – und das kann ich so nur bestätigen. Der Silent Beach ist riesig und dabei auch noch fast menschenleer. Perfekt an unserem Aufenthalt hier war auch, dass unsere Unterkunft „Sandhara Homestay“ nur 2 Gehminuten von dort entfernt war und wir entspannt und ohne Stress morgens zum Strand laufen konnten, um den Sonnenaufgang zu schauen und natürlich zum Bilder machen 😀

Das Homestay war wirklich auch sehr sehr süß. Empfangen wurden wir mit selbstgemachter Büffelmozzarella mit Palmsirup, was ganz random ein bisschen so schmeckt wie griechischer Yoghurt. Es gab selbstgemachte Säfte und neben an auch direkt das Café „EasyLife Campus“, das von einer sehr netten Familie geführt wird. Die Mama dort kocht und ihre Kinder bedienen. Sehr cool ist auch, dass man dort auch Yoga machen und an einem Kochkurs teilnehmen kann.

EasyLife Campus
Easy Life Campus
Sandhara Home Stay
Silent Beach

Also wirklich: wer diesen Strand nicht besucht verpasst etwas. Kommt am besten morgens gegen 07:00/08:00 Uhr her, da ist das Licht perfekt zum Bilder machen und es ist noch nicht zu heiß. Richtig voll wird es an diesem Strand aber auch am Nachmittag nicht.

Tagestrip nach Hiriketiya

Der aktuell gehypteste Ort auf Sri Lanka ist definitiv Hiriketiya, weshalb es auch manchmal schwer ist hier eine passende Unterkunft zu finden. Deswegen hat es sich für uns besonders gelohnt in Tangalle am Strand zu übernachten und dann für einen Tagestrip herzukommen.

Besonders toll fand ich hier die süßen kleinen Gässchen, die man sonst nicht so einfach findet auf Sri Lanka. Man kann super durch den Ort kleinen spazieren, surfen gehen und es gibt jede Menge coole Shops und süße Cafés. Der Vibe hier ist einfach ganz anders, als an den anderen Orten auf Sri Lanka und wirklich genau so, wie ich es mag.

Must-Do’s

AktivitätenRestaurants/Cafés
-Spaziergang durch den Ort
-Hiriketiya Beach (Surfen)
-Dickwella Beach
-Blue Beach
-Hidden Tattoos (Tattoostudio)
-La Luna Hiri
-Smoke&Bitters (€€)
-Ruin Beach Bar
-Rosie’s Kitchen
-Dot’s Bay House
Smoke&Bitters
La Luna Hiri
Freundschaftstattoo by Hidden Tattoos

Ella – ab in die Berge

Als nächstes geht’s für uns weiter in die Berge von Sri Lanka. Meiner Meinung nach hat Ella mit am meisten zu bieten, weshalb ich empfehlen würde hier am meisten Zeit zu verbringen. 3-5 Nächte sind hier ideal, um alles entspannt zu erkunden. Da die meisten Orte etwas außerhalb oder sehr verstreut liegen, nimmt man sich am besten ein Tuktuk um von A nach B zu kommen. Die stehen hier wirklich überall rum und man kann die Fahrer einfach ansprechen. Die PickMe App funktioniert hier übrigens nicht.

Wenn ihr auch etwas länger hier bleibt, kann ich auf empfehlen zwei Unterkünfte zu wählen. Die Unterkünfte mit der tollen Aussicht auf die Berge liegen etwas außerhalb vom Stadtkern, weshalb wir hier nur eine Nacht verbracht haben – was sich aber definitiv gelohnt hat für die Aussicht. Die restlichen Nächte haben wir dann zentral in Ella verbracht, so dass Restaurants und einige Aktivitäten auch besser zu Fuß zu erreichen sind. Prinzipiell ist Ella nämlich eher klein und die Strecken recht kurz, aber dadurch, dass es in den Bergen liegt sind viele Wege sehr steil und anstrengend zu laufen.

Must-Do’s

AktivitätenRestaurants/Cafés
-Ravana Waterfall
-Diyaluma Falls
-geheimer Wasserfall
-Little Adam’s Peak
-Ella Rock Trailhead
-Mahamevnawa Buddhist Monastery
-Dogs of Ella (Hundeshelter)
-Honey Bee Garden Cooking Class
-Zugfahrt mit dem Ella Train
-Rainbow Café
-Café Samsara
-Café Chill
-Café C
-The White Rabbit
-Isle of Gelato
-Sinta Bara Lonthe – Konich
-Cafe Soul (an der Nine Arche Bridge)

Ella’s Wasserfälle – mein Geheimtipp

Die bekanntesten Wasserfälle rund um Ella sind die Diyaluma Falls und der Ravana Waterfall. Der Ravana Waterfall liegt ca. 15min vom Stadtkern entfernt direkt an der Hauptstraße und man fährt dort, wenn man von der Südküste kommt, auch direkt vorbei. Demnach ist der Wasserfall aber auch sehr überfüllt. Die Diyaluma Falls sind ca. 1h 15min Fahrt von Ella entfernt, allerdings werden diese auch immer bekannter, weshalb es dort auch schnell voll wird.

Wir hatten das riesige Glück, dass uns in unserem Homestay ein Wasserfall empfohlen wurde, der direkt dahinter liegen sollte und fußläufig erreicht werden kann. Auf Google Maps sieht und findet man ihn nicht – ein echter Geheimtipp also und genau mein Ding.

Wie kommt man jetzt allerdings dorthin?

Direkt gegenüber vom Rawana Mountain View Home Stay befindet sich eine Treppe die scheinbar erstmal ins Nichts führt. Nach einigen (sehr vielen) Stufen findet man sich dann auf einmal in den Vorgärten der Locals wieder. Dort wurden wir von einer lieben Frau angesprochen, die angeboten hat uns dorthin zu führen.

Der gesamte Weg dauert etwa 20-30min und ist wirklich sehr abenteuerlich. Es geht über selbstgebaute Treppen aus alten Autoreifen, mitten durchs Gestrüpp und diverse private Vorgärten. Allerdings macht es den Leuten dort nichts aus, wenn man dort lang läuft, da es eine super Methode für die Menschen dort ist, um etwas Geld zu verdienen. Grade nach dem schweren Zyklon im November 2025 sind die Locals wirklich um jeden Cent dankbar, weshalb ich der Meinung bin, dass hier nicht die richtige Stelle ist, um geizig zu sein. Und Außerdem findet man den Weg sowieso nicht, wenn man nicht geführt wird. Gezahlt haben wir fürs Hinbringen ca. 7€. Zurück sind wir alleine gelaufen.

Als wir angekommen sind, waren wir wirklich komplett alleine dort und das war wirklich ein anders krasses feeling. Während alle anderen um einen tollen Spot an den Wasserfällen kämpfen müssen, hatten wir diesen wunderschönen Ort einfach ganz für uns alleine.

Little Adam’s Peak und Nine Arche Bridge

Ich war anfangs echt verzweifelt, wie man am besten den Little Adam’s Peak und die Nine Arche Bridge kombiniert, wann man was besucht und wie man das ganze noch zeitlich mit den Zug, der über die Brücke fährt, abstimmt. Die Kopfschmerzen will ich dir auf jeden Fall ersparen. Die gute Nachricht ist: eigentlich ist das voll einfach und man kann beides easy an einem Tag machen. Die schlechte Nachricht: es gibt keine 🙂

Little Adam’s Peak

Wir haben uns dazu entschieden uns morgens mit dem TukTuk zum Startpunkt der Wanderung auf den Little Adam’s Peak bringen zu lassen. Dafür gibt es einen Parkplatz an dem die Fahrer einen dann raus lassen. Von dort aus läuft man ca. 25-30min bis nach oben.

Was ich auch sehr interessant fand, aber vorher noch nie irgendwo gesehen oder gelesen hatte (demnach waren wir nicht vorbereitet und haben leider nichts davon selber gemacht), ist, dass es auf dem Weg dorthin (den man zu Fuß laufen muss) ein sehr cooles Café mit Pool gibt mit einer tollen Aussicht auf die Berge. Außerdem kann man auch einen „Abenteuerpfad“ nach oben auf den Peak machen, der über Brücken und Klettergerüste führt (kostet aber). Generell gibt es dort aber ein riesiges Angebot an Aktivitäten. Beispielsweise gibt es eine Zipline mit der man für 25$ in ca. 30 Sekunden wieder runter sausen kann. Angeboten werden auch GoPros und Drohnen, um perfekte Aufnahmen von dem Flug zu machen.

So kommen wir wieder zu der kleinen Wanderung auf den Peak: Der eigentliche Aufstieg besteht aus teilweise sehr steilen Treppen und ist wirklich anstrengend, weshalb es sich echt lohnt früh morgens zu kommen. Wir waren so gegen 08:30 Uhr dort und die Uhrzeit war wirklich perfekt. Als wir auf dem Weg wieder runter waren, kamen uns wirklich Massen an Menschen entgegen.

Tipp: Direkt vor Kopf, wenn man nach oben kommt, findet man einen Stein, von dem aus man richtig tolle Bilder machen kann.

Oben auf dem Peak lohnt es sich wirklich bis zum Ende zu laufen (in beide Richtungen). Die meisten Leute bleiben direkt dort wo man Hochkommt stehen, weshalb es dort am vollsten ist, aber desto weiter man läuft, desto schöner wird es.

Tipp Nr.2: Oben werden an einem kleinen Stand auch Wasser, Kokosnüsse und kleine Snacks verkauft. Man muss also nicht zwingend was mit hoch schleppen.

Man geht dann den selben Weg wieder runter, den man auch hoch gekommen ist. Es gibt also keinen Weg der einen direkt zur Nine Arche Bridge führt (keine Ahnung warum ich das dachte, dass es das gibt :D). Entweder kann man sich dann mit dem TukTuk zur Nine Arche Bridge fahren oder man macht eine zweite kleine Wanderung.

Am besten lässt man sich hier einfach von Google Maps navigieren. Wir sind vom Little Adams Peak über die Straße „Nine Arche Bridge Jungle Road“ zum Soul Cafe gelaufen, um erstmal was zu frühstücken. Wenn man die Straße entlang läuft, kommt man direkt bei dem Café raus.

Nine Arche Bridge & Soul Café

Die Nine Arche Bridge ist mit eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Sri Lanka und wirklich ein absolutes Must-Do. Die Brücke allein sieht nicht nur super cool aus, sondern auch der Zug ist ein echtes Highlight. Der überquert die Brücke mehrmals täglich. Ungefähre Zugzeiten:

  • 06:45 (perfekt, wenn man schöne Bilder machen will)
  • 09:30
  • 11:30
  • 15:30
  • 16:30
  • 17:30

Allerdings kommt der Zug nicht immer pünktlich, die Zeiten dienen nur zur groben Orientierung. Wir waren für den Zug um 11:30 Uhr dort, der kam dann aber erst um 12:00 Uhr.

Am besten schaut man sich das ganze Spektakel dann direkt von oben vom Soul Cafe aus an und geht dann nachdem der Zug durch gefahren ist runter zu den Gleisen. Man kann dort nämlich ganz entspannt über die Gleise spazieren. Gefährlich ist das nicht, da die Züge super langsam fahren und auf den Scheinen auch kein weiterer Zug fährt. Wenn man runter zu der Brücke will führt eine kurze steile Steintreppe vom Soul Cafe aus direkt nach unten.

Dogs of Ella – Hundeshelter

Sri Lanka hat ein unglaublich großes Problem mit Straßenhunden. Schätzungsweise leben dort zwischen 3 und 20 Millionen Straßenhunde. Zwischen 3 und 20 Millionen ist eine ziemlich ungenaue Schätzung, was aber damit zusammen hängt, das niemand mehr so wirklich einen genauen Überblick über die Situation hat. Fakt ist, die meisten Hunde leiden an Krankheiten, Hunger und teilweise auch an Misshandlungen. In den vergangenen Jahren wurden aber zum Glück immer mehr Organisationen gegründet, um das Leid der Hunde zu lindern und dem vor allem auch entgegen zu wirken.

Durch Dogs of Ella werden kranke Hunde von der Straße gerettet, medizinisch versorgt und aufgepäppelt, bis sie dann in ihr Forever Home vermittelt werden können. Außerdem werden die Hunde kastriert, um das Elend einzudämmen. Kastrationen sind nämlich der effektivste Weg, um das Tierleid unter Kontrolle zu bekommen.

2019 wurde Dogs of Ella gegründet. Das Projekt finanziert sich nicht über staatliche Zuschüsse, sondern nur über private Spenden, Förderanträge und Hundepatenschaften. Deshalb ist es auch so wichtig, dass viel mehr Menschen davon mitbekommen.

Ihr könnt den Hundeshelter jederzeit während der Öffnungszeiten (09:00-17:00 Uhr) besuchen. Über Instagram könnt ihr euch auch für einen Spaziergang oder eine Wanderung mit den Hunden anmelden.

Wir haben den Spaziergang mitgemacht und es war wirklich toll. Gestartet haben wir um 09:30 Uhr mit einer kleinen Führung durch den Shelter und mit ganz vielen Streicheleinheiten für die Hundis. Anschließend hat jeder einen Hund zugewiesen bekommen und dann gings auch schon los auf den kleinen Spaziergang. Die Führung und der Spaziergang dauern zusammen ca. 1h und das ganze kostet 1.500 LKR (=4,13€). Die Kosten fungieren aber auch eher als kleine Spende.

Ich kann einen Besuch bei Dogs of Ella wirklich nur empfehlen, wenn euch Tiere am Herzen liegen. Man hat hier wirklich gemerkt mit wie viel Liebe sich hier um die Hunde gekümmert wird und dass, obwohl die Organisation noch recht klein ist. Wenn ihr Lust habt, das Projekt zu unterstützen, schaut hier unbedingt mal vorbei ❤

Honey Bee Garden Cooking Class – beste Kochschule

Wenn ich eine Sache in Ella immer und immer wider machen würde, dann ist es eine Cooking Class bei Honey Bee Garden! Nicht nur weil es preislich unschlagbar ist, sondern auch weil es unfassbar viel Spaß gemacht hat und es kaum einen schöneren Weg gibt um hier mit den Locals in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen und diese zu unterstützen. Und natürlich war es auch super lecker!

Gebucht haben wir ganz spontan am selben Tag noch über Whatsapp (+94767024983) und das ganze war wirklich total easy und unkompliziert.

Die Kochschule befindet sich etwa 17 Gehminuten außerhalb vom Zentrum von Ella und gehört Ruwini, einer unglaublich lieben Einheimischen. Ruwini kann selber nicht nur unfassbar gut kochen, sondern hat auch ein Talent dafür, dieses Wissen weiterzugeben. Wir haben innerhalb von 1,5h 8 verschiedene Gerichte gekocht und jedes war total besonders. Unter anderem haben wir Pumpkin Curry, Dhaal, Papadam und Coconut Curry gemacht – aber auch ein paar Gerichte, die ich so vorher noch nicht kannte. Fast alle bis auf das Chicken Curry waren auch vegetarisch, was auch ein riesiger Pluspunkt für uns war. Auch wichtig zu erwähnen ist, dass alles total hygienisch ist, da ich dazu im Vorfeld immer meine Bedenken habe 😀

Ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen, nur dass es wirklich eine Herzensempfehlung von mir ist und so ein Kochkurs wirklich, meiner Meinung nach, ein absolutes must-do in Sri Lanka ist. Gezahlt haben wir übrigens 13,89€ pro Person, was wirklich unschlagbar ist, wenn man bedenkt, wieviele verschiedene Gerichte wir gekocht haben und dass wir alles danach noch aufessen konnten.

Kandy

Kandy ist nach Colombo Sri Lankas zweit größte Stadt und ist ein zentraler Knotenpunkt im Hochland. Obwohl die Einwohnerzahl „nur“ bei 150.000 liegt, wirkt die Stadt aufgrund des hohen Pendleraufkommens deutlich voller. Hier ist wirklich extrem viel los auf den Straßen, ständig steht man im Stau und ehrlich gesagt hat unser Besuch uns hier nicht so gut gefallen. Denn obwohl die Stadt so riesig ist, kann man hier überraschend wenig machen. An sich lohnt sich ein Besuch auch nur, wenn man ihn als Zwischenstopp nutzt um beispielsweise von Ella nach Sigiriya zu kommen. Auch wenn man die bekannte Bahfahrt von Ella aus macht, lohnt es sich eine Nacht in Kandy zu bleiben, da die Wege einfach viel zu weit sind. Wie man trotzdem einen schönen Tag in Kandy verbringt und wie man hier überhaupt am besten hinkommt, erklär ich dir jetzt 🙂

Von Ella nach Kandy (Post Cyclone)

Die Bahnfahrt von Ella nach Kandy gehört definitiv auf jede Bucket List, denn die Strecke ist nicht nur dafür bekannt, dass man eine wunderschöne Aussichten auf die Teeplantagen und Berge hat, sondern auch dafür, dass man diese direkt durch die offenen Türen bestaunen kann. Ja richtig gelesen – durch die offenen Türen – denn die Türen des Zuges bleiben während der gesamten Fahrt offen. Natürlich ist das auch ein tolles Fotomotiv, wenn man sich traut sich heraus zu lehnen. Ganz ganz viele machen das, aber ich muss sagen, mir persönlich war das irgendwie zu gefährlich. Der Zug fährt an sich nicht schnell, aber er ruckelt manchmal extrem, dass man echt aufpassen muss nicht abzurutschen oder raus zu fallen, wenn man zu nah an der Tür steht 😀 Ich hab das definitiv unterschätzt. So oft wie man das auf Social Media sieht, dachte ich, das wäre total easy.

Die Tickets für die Bahn kannst du entweder vorher online auf 12goasia oder direkt am Bahnhof kaufen. Allerdings muss man hier wirklich früh da sein, da die Tickets vor Ort schnell ausverkauft sind – deswegen haben wir sie online gekauft (ist aber etwas teurer). Empfehlen kann ich hier die 2.Klasse, da man hier die Fenster öffnen kann, was sehr praktisch ist, wenn man gerne Fotos macht. In der 1.Klasse kann man das aufgrund der Klimaanlage nicht, allerdings hat man nur in der 1.Klasse einen reservierten Sitzplatz. Die 3.Klasse ist dann eher mehr local. Insgesamt dauert die gesamte Strecke 7-8h mit dem Zug – mit dem Auto braucht man 3 1/2-4 Stunden

Wir sind nur einen Teil der Strecke mit dem Zug gefahren, da aufgrund des Zyklons 2025 ein Großteil der Streckenabschnitte zerstört wurden. Stand jetzt (April 2026) kann nur die Strecke zwischen Ella und Ambewela gefahren werden. Die Fahrt dauert ungefähr 2 1/2 -3 Stunden und beinhaltet (zum Glück) den landschaftlich schönsten Teil der gesamten Strecke, weshalb es sich nicht nur momentan, sondern auch wenn so eine lange Bahnfahrt nichts für dich ist, trotzdem total lohnt.

Für den restlichen Weg von Ambewela bis nach Kandy kann man sich entweder über die App PickMe einen Fahrer bestellen oder man lässt sich von einem der unzähligen Fahrer vor Ort fahren. Hier haben wir auch übrigens unseren Lieblingsfahrer Duminda kennengelernt. Er kommt aus dem Raum Nuwara Eliya und hat uns von Ambewela nach Kandy und dann am nächsten Tag sogar bis nach Sigiriya gefahren. Wenn ihr euch vorher schon jemanden organisieren wollt, kann ich ihn euch wirklich nur empfehlen. Er ist so ein herzensguter Mensch, war super respektvoll, zuverlässig und hat immer und überall wo wir wollten gehalten (auch an unserem 2h Zwischenstopp am Ambuluwawa Tower auf dem Weg von Ambewela nach Kandy). Er hat mir erlaubt hier seine Nummer zu veröffentlichen, um ihn zu unterstützen: +94 76 936 1896

Ein Vorteil davon, wenn man einen Teil der Strecke mit dem Auto macht ist, dass man währenddessen an so coolen Orten Halt machen kann. Beispielsweise haben wir am bekannten Ambuluwawa Tower gehalten, der für mich nochmal ein echtes Highlight war. Aber auch wenn man nirgends hält, fährt man entlang an Teeplantagen und Wasserfällen – man verpasst also nichts, wenn man nicht die 7h Fahrt macht. Ich muss auch tatsächlich sagen, dass ich es genau so jederzeit wieder machen würde. Mir persönlich hat die 3h Fahrt mit dem Zug total gereicht, aber ich hätte die Erfahrung auch nicht missen wollen.

Must-Do’s

Aktivitäten Restaurants/Cafés:
-Ambuluwawa Tower
-Kandy Lake
-Kandy Viewpoint
-Royal Botanic Garden
-Hideout Lounge
-Coffee Dose Kandy
-Timber Cabin Restaurant&Lounge

Mehr Aktivitäten kann ich tatsächlich nicht empfehlen, aber um einen Tag dort zu verbringen reicht es. Ich persönlich würde den Ambuluwawa Tower schon auf der Fahrt von Ambewela nach Kandy machen, da es auf dem Weg liegt. Ansonsten würde ich den morgen im Botanischen Garten starten, danach eventuell noch Kandy Lake und Kandy Viewpoint abchecken (ist aber absolut nix besonderes) und danach schon weiter nach Sigiriya fahren.

Coffee Dose Kandy
Royal Botanical Garden
Kandy Lake
Alle Bilder vom Ambuluwawa Tower ❤

Sigiriya

Der süße kleine Ort Sigiriya ist für viele der Start ihrer Sri Lanka Reise – für uns war es der letzte Stopp. Wer schon mal in Pai (Nordthailand) war wird hier auf jeden Fall parallelen finden. Der Ort gibt mir einfach richtige Hippie Vibes, überall an der Hauptstraße findet man kleine Cafés mit bunten Lichterketten und Hängematten. Einziger unterschied zu Pai: Es gibt hier keinen richtigen Ortskern, sondern quasi nur lange Straßen an denen sich immer mal wieder ein paar Häuser und Restaurants sammeln. Aber der Vibe hier hat mir definitiv gefallen und wir haben hier wirklich zwei absolute Highlights unserer Reise erlebt. Empfehlen würde ich hier 2-4 Nächte.

Must-Do’s

AktivitätenRestaurants
-Pidurangala Rock
-Lion’s Rock
-Huluru Eco Park Safari
-Fahrradtour durch Sigiriya
-One Love Café Sigiriya

Pidurangala Rock zu Sonnenaufgang

Eine meiner absoluten Lieblingsaktivitäten, an die ich super gerne zurückdenke, war unsere kleine Sunrise Wanderung auf den Pidurangala Rock. Von hier aus hat man eine tolle Aussicht auf den Lion’s Rock und das ist, meiner Meinung nach cooler, als auf den Lion’s Rock selbst zu klettern. Wenn man mehr Zeit hat lohnt sich natürlich beides, da der Pidurangala Rock eher ein Viewpoint ist und der Lion’s Rock und das Gelände drum herum auch sehr viel Geschichte und Kultur zu bieten haben. Wenn man nur Zeit für eins hat dann definitiv Pidurangala Rock!

Übrigens kostet der Lion’s Rock auch 30€ Eintritt, während der Pidurangala Rock nur umgerechnet 3€ kostet. Da fiel mir die Entscheidung doch relativ einfach.

Ich kann wirklich nur empfehlen die Wanderung so früh wie möglich zu machen, da es super anstrengend ist dort hoch zu laufen und es ab Mittags einfach viel zu heiß wird dafür. Aber allein auch den Sonnenaufgang von da oben zu bestaunen ist wirklich ein einmaliges Erlebnis.

Wichtig: Versucht nicht alleine im Dunkeln über die Straßen zum Startpunkt der Wanderung zu laufen, da dort wilde Elefanten sein könnten, was wirklich ungalublich gefährlich sein kann. In Vergangenheit kam es dort leider auch zu Todesfällen von Touristen durch Elefanten.

Wir haben uns über unser Homestay ein TukTuk organisieren lassen, das pünktlich um 5 Uhr morgens bei uns vor der Tür stand. Von unserem Homestay waren es etwa 20 Minuten bis dorthin. Plant auf jeden Fall genug Zeit ein für die Wanderung, da es wirklich anstrengend ist. Wir haben ca. 30 Minuten gebraucht und waren dann pünktlich um 5:50 Uhr zu Sonnenaufgang oben.

Tipp: rechnet aber nicht nur ein wie lange ihr nach oben braucht, sondern bedenkt auch, dass es an manchen Stellen eng ist, man auch klettern muss und es sich so zurückstaut. Demnach muss man ab und an auch mal warten bis die Leute vor einem in die Pötte kommen 😀

Oben angekommen ist es so ein magisches Feeling mit all den anderen Menschen (und Affen + Hunden) den Sonnenaufgang anzuschauen. Wer das nicht mag, kann einfach weiter nach hinten laufen. Man unterschätzt wirklich wie groß der Fels ist, denn weiter hinten waren wirklich kaum Menschen und man hat den Sunrise ganz für sich.

Generell kann ich aber nur empfehlen, nicht nach Sonnenaufgang direkt wieder runter zu gehen. Die meisten tun das und dann staut es sich auf dem Weg nach unten auch wieder sehr zurück + wenn man etwas länger bleibt, ist man oben fast komplett alleine. Wir waren bis ca. 07:00 Uhr oben und es hat sich so gelohnt etwas abzuwarten.

Wenn euch Sunrise zu früh ist, könnt ihr demnach auch so gegen 7:00/08:00 Uhr hoch wandern, da sollte es auch vergleichsweise wirklich leer sein.

Low-Budget Safari im Hurulu Eco Park

Geplant war eigentlich unsere Safari im Uduwalawe Nationalpark zu machen, allerdings musste diese aufgrund von Benzinknappheit (wegen dem Nahostkonflikt) ausfallen. Deswegen haben wir uns entschieden das ganze in Sigiriya nachzuholen. Empfohlen wurde uns von unserem Homestay der Hurulu Eco Park. Organisiert wurde das ganze auch vom Homestay und der Sohn vom Besitzer ist sogar mit uns mitgefahren.

Der Park ist teil des Hurulu Forest Reserve, welches ca. 250.000 Hektar umfasst. Der Park ist relativ klein, weshalb eine 3h Safari absolut ausreichend ist. Gezahlt haben wir ca. 25€ pro Person.

Wir wurden morgens gegen 06:30 Uhr vom Safari-Jeep abgeholt und sind ca. 40 Minuten bis zum Parkeingang gefahren. Nachdem wir reingefahren sind, mussten wir gar nicht lange Suchen und haben direkt Elefanten gesehen. Dafür ist der Park auch bekannt. Hauptsächlich kann man hier nämlich Elefanten sehen. Andere Tiere, bis auf Pfauen, haben wir tatsächlich nicht gesehen. Das war aber gar nicht schlimm, da das schon magisch genug war. Vor allem weil wir auch Babyelefanten gesehen haben, was wirklich ein absolutes Bucket List Erlebnis für mich war.

Während wir durch den Park gefahren sind durften wir auch immer wieder aussteigen und auf kleine Berge „hochwandern“. Die Aussicht von hier war auch wirklich wunderschön und allein für diese Erfahrung würd ich die Tour jedem weiterempfehlen.

Besonders gut hat mir an dem Park auch gefallen, dass er noch nicht so überlaufen ist, wie andere Parks auf Sri Lanka (z.B. Yala). Natürlich hat man hier nicht die Tiervielfalt wie wo anders, aber wir waren teilweise komplett alleine mit unserem Jeep bei den Elefanten und es ging dort wirklich ethisch zu. Unsere Guides haben nicht wie verrückt nach den Tieren gesucht, haben Abstand gehalten und unter den Jeeps wurde sehr rücksichtsvoll miteinander umgegangen. Wenn euch also Tierwohl am Herzen liegt, kann ich nur empfehlen einen Park auszuwählen, der nicht so überlaufen ist.

Homestay in Sigiriya – meine Highlight Unterkunft

Fazit + Kostenübersicht

Sri Lanka ist wirklich ein unfassbar besonderes und wirklich wunderschönes Land, dass mich wirklich mit einer krassen Vielfalt an Natur, Kultur und Tierwelt überzeugt hat. Wenn man eine Rundreise macht hat man wirklich von allem was dabei und grade das liebe ich so. Man muss sich nicht entscheiden, ob man lieber Berge oder Strand hat oder ob man lieber wandern oder baden geht – man kann beides machen. Auch die Locals dort sind wirklich total lieb und zuvorkommend, aber ich muss sagen in anderen Ländern habe ich mich trotzdem etwas wohler gefühlt. Ich würde zwar alleine als Frau hinreisen, allerdings nur mit einer gewissen Prise Vorsicht. In unserer Mädeslgruppe hab ich mich aber trotzdem zu 99% rundum wohl gefühlt. Ich hab aber von einigen gehört und gelesen, dass sie sich solo leider nicht so wohl gefühlt haben und teils auch unschöne Erfahrungen machen mussten – was ich persönlich an anderen Orten speziell in Südostasien bis lang selten bis gar nicht mitbekommen habe.

Ich finde Sri Lanka gehört auf jede Bucket List und ich kann es jedem wirklich von Herzen nur empfehlen. Danke Sri Lanka für 2 wunderschöne Wochen ❤

Kostenübersicht:

Hin- und Rückflug (FRA->CMB / MLE->FRA) : 755€

Visum: 43€

Lokale Sim Karte: 11€

Unterkünfte: 198€ p.P

Transport (Taxi, TukTuk, Busse, Zug): 86,31€

Aktivitäten: 80,58€ (Safari inklusive)

Verpflegung: 20€ am Tag pro Person

Insgesamt: 1.485,89€

© Melissa Merhof, 2026

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