Jambo! Sansibar muss kein langweiliger All-Inclusive Urlaub sein. Es gibt hier neben all den wunderschönen Stränden so viel zu entdecken – und was das so ist, das zeig ich dir in diesem Blogpost 🙂 Vor Weg gibt’s wie immer eine kleine Übersicht über die gesamte Reise + einen kleinen Faktencheck und dann geht’s direkt los mit meinen persönlichen Erfahrungen, Empfehlungen und Tipps und Tricks, damit deine Tansania Reise wirklich unvergesslich wird.

Natürlich darf aber bei einer Reise nach Tansania eine Safari nicht fehlen. Meine Empfehlungen dazu findest du in einem separaten Blogpost

2-Wochen Itinerary Overview

Nungwi3 Nächte
Kokopelli Bungalows (⭐️)
Paje 4 Nächte
Maisha Matamu Boutique Hotel (⭐️⭐️⭐️)
Stone Town 1 Nacht
Shaba Boutique Hotel (⭐️)
3 Tage Safari
(2 Tage Serengeti + 1 Tag Ngorongoro)
3 Nächte
Arusha: Jevas Hotel
Nyani Campsite
Simba Campground
Stone Town 3 Nächte
Mbweni Ruins & Garden (⭐️⭐️)

First Things First

Einreise

Visum Tansania:

  • Kosten: 50 USD pro Person (passend dabei haben)

Das Visum kann man entweder on Arrival in Sansibar am Flughafen bekommen, was bei uns tatsächlich sehr einfach, ohne Probleme und ohne lange Wartezeit funktioniert hat oder man holt sich ein E-Visa über die offizielle website:

Tipp: Achtung Plastiktüten (ausgenommen 1l Zipper) sind auf Sansibar seit 2019 verboten und dürfen nicht eingeführt werden

Versicherung Sansibar (ZIC):

  • Kosten: 44 USD pro Person

Außerdem benötigt man seit Oktober 2024 eine spezielle Reiseversicherung für Sansibar und ohne diese kann man auch nicht einreisen. Eine normale Auslands- oder Reiseversicherung reicht nicht aus. Am Besten beantragt man die Versicherung (ZIC) im Voraus online. Bei mir kam die Bestätigung mit der Versicherung direkt im Anschluss schon per Mail.

Beste Reisezeit

Sansibar:

  • Trockenzeit: Juni bis Oktober ; Januar-Februar

Safari:

  • Juni-Oktober (beste Reisezeit)
  • Januar bis Anfang April

Währung & Geld abheben

Hauptwährung in Tansania sind der Tansanische Schilling (TZS) und US-Dollar. An manchen Orten kann man aber auch mit Euro bezahlen.

  • 1€ = 2.612 TZS (Stand 2022)
  • 10€=29.656

Das Thema Geld hat mich im Vorfeld enorm gestresst, war aber im Endeffekt doch relativ unproblematisch. Im Internet steht super oft, es gäbe nur 3 Geldautomaten auf ganz Sansibar, das stimmt aber nicht. Allerdings muss man häufig etwas weiter laufen oder sich auch unterwegs vom Taxi-Fahrer bei einem raus schmeißen lassen.

Es gibt aber auf jeden Fall zwei Bankautomaten direkt vor dem Flughafen in Stone Town. Ansonsten aber auch, welche in Paje, Nungwi und Jambiani.

Trotzdem ist es ratsam bereits vorher in Deutschland genug Geld in USD abzuheben, da man nur in größeren Restaurants oder Hotels mit Karte zahlen kann. Die USD haben wir direkt an einem Geldautomat im Departure-Bereich des Terminal 1 geholt. Im Terminal 2 findet man aber auch einige Wechselstuben z.B. von der Reisebank.

Für euch zur groben Orientierung: für 12 Tage hatten wir 700USD für 2 Personen im Voraus geholt. Den Rest haben wir mit Schilling gezahlt

Impfungen & Malaria Prophylaxe

Lasst euch hier auf jeden Fall vorher von einem Reisemediziner beraten!

Für Tansania ist (solange man direkt aus Deutschland einreist) keine Impfung verpflichtend, allerdings sind einige empfehlenswert. Dazu zählen:

  • Hepatitis A und B
  • Typhus
  • Gelbfieber
  • Tollwut
  • Meningokokken

Hierzu könnt ihr euch aber auch im Vorfeld gut auf der Seite des Auswärtigen Amtes informieren.

Insbesondere für Safaris auf dem Festland wird die Malaria-Prophylaxe empfohlen. Aber auch auf Sansibar gibt es ein Malariarisiko (Risiko ist abhängig von Trocken- und Regenzeit).

Wir haben die Malaria-Prophylaxe präventiv eingenommen und würden es auch trotz der Nebenwirkungen wieder so machen.

Apps

Anders als z.B. in Südostasien gibt es für Sansibar keine Apps um sich das Reisen einfacher zu machen. Es gibt z.B keine Apps um Taxis oder Essen zu bestellen.

Die einzige App die ich mir runtergeladen habe, war ein Währungsumrechner.

Respektvolle Kleidung

Sansibar ist eine zu 90% muslimische Insel. Um respektvoll gegenüber den Locals zu sein, sollte man vor allem abseits vom Strand (insbesondere in Stone Town) seine Schultern, Knie und Knöchel bedecken.

Auf Safari ist es wichtig Naturtöne (wie z.B. beige oder khaki) zu tragen. Grelle Farben schrecken die Tiere ab und dunkle Töne (wie z.B. blau und schwarz oder auch gelb) ziehen Mücken an. Um außerdem das Risiko für Mückenstiche klein zu halten, ist lange Kleidung, vor allem morgens und abends empfehlenswert. Das ist auch, vor allem in der Trockenzeit, gar nicht so tragisch, da es sobald die Sonne weg ist, wirklich frisch wird.

Es wird auch oft empfohlen geschlossene Schuhe zu tragen. Meiner Erfahrung nach, ist das allerdings nicht nötig, so lange man keine Walking-Safari bucht. Geschlossene Schuhe sind aber praktisch, da man nicht super viel Gepäck mitnehmen kann, es wärmer ist an den Füßen und man so auch an den Füßen vor Mückenstichen geschützt ist.

Ebbe und Flut

Ein großes Thema auf Sansibar sind die Gezeiten. Ebbe und Flut wechseln sich alle 7 Stunden ab. Allerdings sind an einigen Orten der Insel die Gezeiten stärker ausgeprägt, als an anderen. In Nungwi (im Norden der Insel) bemerkt man die Gezeiten beispielsweise kaum. In Paje oder Stone Town dagegen zieht sich das Wasser kilometerweit zurück.

Um einen besseren Überblick zu bekommen, wann die beste Zeit zum Baden ist, kann man die Zeiten von Ebbe und Flut ganz einfach googeln.

Fortbewegung

Transporte von einem Ort zum anderen oder zu bestimmten Sehenswürdigkeiten sind auf Sansibar sehr teuer. Für kürzere Strecken empfehle ich TukTuk oder Boda Boda (Motorradtaxi) und für längere Strecken Taxis. Einen Mietwagen würde ich aufgrund der schlechten Infrastruktur und des chaotischen Verkehrs nicht empfehlen.

Für kurze TukTuk-Strecken haben wir für 2 Personen immer 10-20$ bezahlt. Längere Strecken zwischen 40min und 1 Stunde haben uns 40-50$ gekostet.

So haben wir’s gemacht:

Um vom Flughafen nach Nungwi zu kommen habe ich dem Hotel im Vorfeld eine Nachricht über Booking geschrieben und ein Taxi buchen lassen. Wir haben uns dann die Nummer des Fahrers geben lassen und ihm dann immer wieder über Whatsapp geschrieben, wenn wir einen Transport brauchten. Er hat uns dann sogar von Nungwi bis nach Paje gefahren.

Generell haben wir uns immer über das Hotel Transporte, wie z.B. auch TukTuks, gebucht und uns anschließend die Nummer geben lassen. Aus Sicherheitsgründen sind wir nie in ein Taxi oder TukTuk gestiegen, dass uns am Straßenrand angesprochen hat.

Phrasen, die man kennen sollte

  • Jambo = Hallo
  • Poa = mir gehts gut
  • Asante Sana = Vielen Dank
  • pole pole = langsam langsam

Die Insel im Überblick

Osten (Paje und Jambiani)– schöne Sandstrände
– türkises Wasser, viele Palmen
– ausgeprägte Ebbe und Flut
– Sonnenaufgänge

Paje: nicht so touristisch, tolles Flair, hat mir am meisten Backpacking-Vibes gegeben
Westen (Stone Town) – wenig schöne Strände
– tolle Ausflüge von dort aus möglich
– nah beim Flughafen
– Sonnenuntergänge
Norden (Nungwi & Kendwa) – Sonnenuntergänge
– kaum ausgeprägte Gezeiten
– perfekt zum Baden
– schönsten Strände

Nungwi

Gestartet haben wir unsere Reise in Nungwi, um nach dem 14 Stunden Flug erstmal ein bisschen Ruhe zu haben – viel unternehmen kann man hier im Norden nämlich nicht. Allerdings sind der Nungwi Beach und der nicht weit entfernte Kendwa Beach mit die schönsten Strände auf Sansibar + hier gibts die aller schönsten Sonnenuntergänge.

Wir haben uns hier für eine kleine Bungalowanlage anstatt für ein teures Hotel entschieden und ich kann die Kokopelli Bungalows nur von Herzen empfehlen. Insbesondere, wenn man etwas sucht, dass den Geldbeutel etwas schont. Die Besitzerin ist vor einigen Jahren nach Sansibar ausgewandert und wirklich unfassbar lieb. Wenn wir etwas benötigt haben, wie frisches Wasser oder ein TukTuk zum Strand, hat sie sich immer sofort um alles gekümmert. Frühstück war im Preis auch mitinbegriffen und wurde jeden Morgen frisch für uns zubereitet, sobald wir auf den Frühstücksbalkon gekommen sind.

Vom Flughafen ZNZ zur ersten Unterkunft

Um vom Flughafen zur ersten Unterkunft zu kommen, lasst ihr euch am besten ein Taxi über das Hotel buchen. Das bieten die meisten auch direkt an. Ich habe dem Hotel einfach über die Booking Nachrichtenfunktion geschrieben und es hat immer ohne Probleme geklappt. Die Preise sind dabei auch schon im Vorraus fix und werden dann beim Auschecken beim Hotel direkt bezahlt.

Falls das bei euch nicht klappt keine Sorge, am Flughafen stehen auch unzählige Taxis, die einen mitnehmen wollen. Hier ist nur Vorsicht geboten, bei wem man dort ins Taxi steigt. Außerdem sollte man sich auch vorher unbedingt auf einen Preis einigen. Am Flughafen hängt auch eine Tabelle mit den ungefähren Preisen. Die könnt ihr hier unten auf dem Bild sehen 🙂

Must-do’s

  • Aktivitäten:
    • Mnemba Island Tour
    • Glass Kayaking
    • Spaziergang durchs Dorf (direkt hinter dem Nungwi Beach)
  • Strände:
    • Kendwa Beach
    • Nungwi Beach
      • Nanasi Beach Club
    • Matemwe Beach
    • Kiwengwa Beach
    • Le Saint Tropez Beach Club
  • Foodspots:
    • The Corner (€€)
    • Zenobia Terrace Nungwi (€€)
    • Blue Sea Restaurant
    • Furaha Beach Bar

Mnemba Island Tour

Die Mnemba Island ist eine private Insel an der Nordküste von Sansibar, welche nicht betreten werden darf. Allerdings werden Touren angeboten, bei denen man in das Riff vor der Insel zum Schnorcheln fährt. Diese Touren laufen eigentlich immer gleich ab.

Auf dem Weg zur Insel wird mit Delfinschwimmen geworben, was ethisch absolut nicht vertretbar ist. Die super vielen Touristenboote rasen auf die Delfine zu, kesseln sie ein und jagen sie durchs Wasser, nur damit der naive Tourist unter Wasser ein paar Sekunden einen Blick drauf werfen kann. Danach fährt man mit dem Boot zu einem Schnorchelspot direkt vor der Mnemba Island. Das “Riff” war auch quasi wie ausgestorben und außer ein paar angefütterten Fischchen gab es nicht wirklich viel zu sehen – hat sich für uns also auch nicht wirklich gelohnt. Außer natürlich für die krass türkise Farbe des Wassers, die war wirklich geisteskrank.

Danach geht es auf eine kleine Sandbank und anschließend noch zu einem Spot, wo man Seesterne sehen kann. Das ist allerdings auch ein sehr schwieriges Thema, da die Guides den Touristen natürlich ein tolles Erlebnis bieten wollen. Dazu holen sie die Seesterne aus dem Wasser, wodurch sie leider sterben. Also wenn ihr Seesterne sehen wollt, dann bitte nur unter Wasser und kommuniziert das auch so mit eurem Guide.

Für uns war die Tour leider ein richtiger Reinfall und hat sich für den Preis (120$ für 2 Personen) nicht gelohnt. Wir hatten extra eine private Tour gebucht und unserem Guide mehrmals gesagt, dass wir keine Delfine “jagen” wollen. Das hat oder wollte er allerdings nicht verstehen und ich habe auch schon von ganz vielen gehört, dass es ihnen mit ihren Guides ähnlich ging.

Ich persönlich kann die Tour also wirklich nicht weiterempfehlen. Wollte sie aber trotzdem mit aufführen, weil es wirklich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Sansibar ist und man natürlich auch Glück mit seinem Guide haben kann. Leider kann ich euch keinen empfehlen 😅. Allerdings gibt’s weiter unten nochmal Tipps, wie ihr trotzdem Delfine sehen könnt und welche Delfintour-Organisation ich von Herzen empfehlen kann.

Spaziergang durch Nungwi (Achtung Scammer)

Wir wollen eigentlich auf eigene Faust durchs Dorf laufen, allerdings sind wir direkt zu Beginn in eine kleine Falle getappt 😁. Eigentlich wollten wir uns nur kurz die Dhau-Boote angucken, da wurden wir direkt in ein Gespräch verwickelt und der nette Herr wollte uns danach nur kurz den local Fischmarkt zeigen. Daraufhin hat er uns durchs halbe Dorf geschleppt. Wir hatten vorher schon zu ihm gesagt, dass wir das nicht wollen, weil wir kein Geld dafür ausgeben wollten und lieber auf eigene Faust das Dorf erkunden, aber er meinte er will kein Geld, also sind wir ihm hinterher gedackelt.

An sich haben wir auf der Tour super viel gezeigt bekommen, was wir ohne den Herrn niemals gesehen und erfahren hätten, weil er uns auch viel erklärt hat. Wir haben uns z.B. den Fischmarkt angesehen und wie die Locals hier die Fischernetze reparieren. Dann durften wir auch noch kleine getrocknete Sardellen probieren und anschließend hat er uns noch in eine Schule gebracht.

Den Besuch in der Schule fand ich wirklich furchtbar, weil in welcher Welt ist eine Schule, insbesondere während der Schulzeit, wo die Kinder noch dort sind, eine Touristenattraktion? Stellt euch das mal bitte in Deutschland vor? Als er dann auch nicht locker gelassen hat und unbedingt wollte, dass wir uns an die Tische setzen, posen und er Bilder von uns macht, wurde es wirklich unangenehm und wir haben gesagt wir möchten nicht mehr. Daraufhin ist er uns bis zum Strand hinterher gelaufen und mein Freund musste wirklich heftig mit ihm diskutieren, dass er uns in Ruhe lässt.

Da wir aber wirklich viel gesehen haben, was auch toll war, wollten wir ihm 15$ geben. Daraufhin meinte er, er selber will kein Geld, aber wir können ihm Geld geben, damit er Reis fürs Dorf kaufen kann. Das mussten aber genau 30$ sein. Weniger hat er nicht akzeptiert und er wurde dann auch stinkig, weshalb wir ihm das Geld dann auch gegeben haben. Also grade vor solchen, nennen wir es mal “Betrügermaschen”, muss man auf Sansibar echt aufpassen.

Also ein kleiner Spaziergang auf eigene Faust lohnt sich wirklich total oder ihr lasst euch halt von einem der hundert Locals ansprechen und rumführen, die kommen schon von allein auf euch zu, keine Sorge, aber dann unbedingt vorher einen Fixpreis ausmachen.

Strände in Nungwi:

Die Strände in Nungwi sind mit die schönsten der gesamten Insel. Allerdings kann es dadurch, dass man wirklich permanent von den Beach Boys angesprochen wird, superschnell nervig werden. Man kann hier einfach nicht so ungestört am Strand liegen wie in anderen Urlaubsorten.

Deshalb würd ich definitiv empfehlen, sich nicht einfach mit einem Handtuch an den Strand zu legen, sondern immer in einen abgetrennten Bereich, wie beispielsweise in einen der Beach Clubs. Der Nanasi Beach Club war wirklich einer unsere Favoriten.

Paje – Backpacker Vibes

In Paje gibt es super viele tolle Hotels, deshalb konnten wir uns es hier nicht nehmen lassen eins davon auszuchecken. Wir haben uns für das Maisha Matamu Boutique Hotel entschieden und ich muss wirklich sagen, dass war das beste Hotel in dem ich jemals war. Es ist zwar relativ teuer, aber bietet wirklich alles was man sich wünscht.

Das Hotel liegt direkt am Wasser, hat einen abgetrennten Strandbereich, in dem man nicht von den Beach-Boys belästigt wird und hat generell eine super Lage, um in Paje jegliche Aktivitäten zu unternehmen. Mein absolutes Highlight dort war aber das à-la-carte Frühstück. Sich zum Frühstück zwischen Granola Bowls, Pancakes und Avocado Broten entscheiden zu können bedeutet für mich Urlaub. Noch dazu waren alle Gerichte wirklich super lecker!

Als wir dort waren haben vor Ort auch zwei Deutsche gearbeitet, die sich wirklich mit größter Mühe bemüht haben uns jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Beispielsweise haben sie uns Fahrräder besorgt, so dass wir eine kleine Fahrradtour am Strand machen konnten. Das geht, auch wenn man sich das nicht vorstellen kann, ziemlich gut. Achtet nur darauf, dass Ebbe ist, ansonsten kommt man nicht so weit und man kann nicht so gut fahren.

Must do’s

  • Aktivitäten:
    • Maalum Cave
    • Jozani Forest
    • Muungoni Mangroves Kajaking Tour
    • Dhau Sailing
    • Kizimkazi Delfintour
    • Fahrradtour am Strand
  • Strände:
    • Paje Beach
    • Mtende Beach
    • Michamvi Sunset Beach
    • Jambiani Beach
  • Restaurants:
    • The Rock Restaurant
    • BaraBara
    • Hanoi House Cafe
    • Mr Kahawa
    • Shanga
    • HI Zanzibar Rooftop
    • Hello Capitano

Jozani Forest – Sansibars einziger Nationalpark

Der Jozani Forest ist der einzige Nationalpark auf Sansibar und auch mit einer der einzige Ort, wo man Rote Stummelaffen sehen kann – für mich definitiv ein must-do wenn man auf Sansibar ist.

Wir sind dort von Paje aus für 20$ mit dem TukTuk hingefahren und unser Fahrer hat auch auf uns gewartet und anschließend wieder mit zurückgenommen. Geöffnet hat der Nationalpark täglich von 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr.

Es gibt verschiedene Touren. Wir haben uns für die kurze einstündige Tour für 12$ pro Person entschieden. Übrigens muss man die nicht im Vorraus buchen, sondern kann einfach spontan vorbei kommen. Man wird dann in einer kleinen Gruppe mit einem Guide durch den Park geführt und kann sich in aller Ruhe die Äffchen anschauen. Besonders gut fand ich auch, dass wirklich drauf geachtet wird, dass man den Affen nicht zu nahe kommt – allerdings springen die einem auch gerne mal direkt vor die Füße. Die Affen sind aber nicht aggressiv, springen auf einen drauf oder gehen an die Taschen, wie man es vielleicht von Bali kennt.

Nachdem wir uns alle lange genug die Äffchen angeschaut haben, ging es noch etwa 20 Minuten zu Fuß durch einen Mangrovenwald, was wirklich auch sehr spannend zu sehen war.

Traditionelle Fahrt mit dem Dhau-Boot

Ein weiteres absolutes must-do auf Sansibar ist eine Fahrt mit einem traditionellen Dhau-Boot. Die Boote liegen an den meisten Orten direkt am Strand an. Wir haben am Paje Beach einfach jemanden angesprochen, der so ein Boot hatte und haben gefragt, ob er uns für eine kurze Fahrt mitnehmen kann. Eigentlich wollen die Jungs mit solchen Booten Touren zu Seesternbuchten verkaufen, aber nachdem wir erklärt haben, dass wir daran kein Interesse haben und nur mal kurz fahren wollen, war das auch okay. Wir haben dann für insgesamt 20$ eine 30min Fahrt am Strand entlang gemacht und es war wirklich so cool einfach mal darauf gesessen zu haben und von dort ins Wasser zu schauen. Wir konnten sogar von oben einige Seesterne im Wasser liegen sehen.

ethische Delfintour in Kizimkazi

Weiter oben beim Punkt “Mnemba Island” hab ich euch ja schon erklärt, warum die meisten Delfintouren auf Sansibar eher kritisch zu sehen sind und warum ich sie nicht weiterempfehlen kann. Deshalb kommt jetzt eine Organisation, die ich nur von Herzen weiterempfehlen kann.

Wir haben in Kizimkazi eine private zweistündige Delfin-Watching-Tour für 56€ p.P bei Zanzibar Ethical Tours gebucht. Das geht ganz einfach über Instagram Direct-Message (@zanzibarethicaltours). Wir wurden morgens um 6 Uhr an unserem Hotel in Paje abgeholt (das Hin- und Zurückbringen hat auch nochmal 28€ gekostet).

Man merkt hier wirklich sofort, dass mit den Tieren hier komplett anders umgegangen wird, als bei der Mnemba Island Tour zuvor. Den Guides liegt das Tierwohl wirklich am Herzen und das war uns auch so so wichtig.

Eine ethische Delfintour erkennt ihr übrigens daran:

  • genug Abstand zwischen den Booten und den Delfinen
  • kein direktes schnelles drauf zu fahren auf die Tiere
  • nur paralleles Fahren neben den Tieren
  • mit den Delfinen tauchen nur aus sicherer Entfernung

Pro Tipp:

Wenn ihr schnell seekrank werdet, dann nehmt auf jeden Fall Tabletten gegen Übelkeit mit, da das Boot oft auf dem Wasser steht (da wird mir immer am schnellsten übel). Wir mussten die Tour auch leider vorzeitig abbrechen, weil mir so schlecht war und ich natürlich keine Tabletten dabei hatte 🙃.

Let me Deinfluence you – Schildkröten- & Seesterntouren

Wer sich Bilder und Videos über Sansibar auf Social Media anschaut wird um Bilder, auf denen die Leute Seesterne in der Hand halten oder mit Schildkröten schwimmen, nicht drum herum kommen. Und natürlich – die Bilder sind oftmals wirklich wunderschön. Leider handelt es sich dabei um absolute Tierquälerei – was generell bei fast allen Aktivitäten mit Tieren auf Sansibar der Fall ist.

Werden Seesterne aus dem Wasser genommen, versterben sie daran, auch wenn es nur für wenige Sekunden ist. Das bedeutet: jeder Seestern, der für Social Media in irgendwelchen Händen “posieren” musste, ist qualvoll erstickt. Auch das halten im Wasser bedeutet enormen Stress für die Tiere, woran diese Sterben können. Viele Anbieter auf Sansibar bieten solche Seesterntouren an und die Guides behaupten auch es würde den Tieren nichts ausmachen, wenn sie nur kurz an der Luft sind. Leider ist das darauf zurückzuführen, dass Seesterne bei den meisten Touris super ankommen und die Guides natürlich eine tolle Tour bieten wollen – das Tierwohl spielt dabei leider keine Rolle.

Selbes gilt für die angeblichen Auffangstationen für Schildkröten. Die bekanntesten sind das “Salaam Cave” Aquarium im Süden der Insel in Kizimkazi und das “Baraka Natural” Aquarium in Nungwi. Hier können Touristen für wenig Geld mit Schildkröten schwimmen, sie anfassen und füttern. Die Schildkröten werden eingefangen und in einem viel zu kleinen Becken gehalten in dem sie keinerlei Flucht- oder Versteckmöglichkeiten haben. Oftmals sind auch viele Personen gleichzeitig im Becken und alle wollen natürlich die Aufmerksamkeit der Tiere, was bei ihnen zu enormen Stress führt. Dazu kommt auch noch, dass die meisten Touristen Sonnencreme und andere Verunreinigungen mit ins Wasser tragen, die sich negativ auf die Gesundheit der Schildkröten auswirken können oder sogar giftig sind.

Ich rate wirklich jedem, dem Tierwohl auch nur ein bisschen am Herzen liegt, von solchen Aktivitäten auf Sansibar ab. Denn die goldene Regel lautet auch: Im Meer wird nichts angefasst.

Stone Town – Sansibars Altstadt

Die meisten Leute raten dazu Stone Town zu skippen, weil es sich angeblich nicht lohnt und viel zu stressig wäre. Und ja – Stone Town ist nicht unbedingt das was man erwartet und sich wünscht, wenn man auf Sansibar Urlaub machen möchte. Man findet dort keine Traumstrände – stattdessen aber ganz viel Kultur und Geschichte. Insbesondere im Bezug auf Sansibars Vergangenheit als Handelszentrum für den ostafrikanischen Sklavenhandel.

Ich würde jedem, der sich dafür interessiert und auch mal was anderes sehen möchte als nur weiße Sandstrände, empfehlen Stone Town für einen Tag zu besuchen und auch dort zu übernachten. Es gibt dort super viele kleine Gasthäuser und Hotels, viele sogar von Locals geführt (die man unbedingt unterstützen sollte!), und die Hotels sind auch gar nicht teuer. Eine Nacht in Stone Town lässt sich auch super kombinieren, wenn man beispielsweise so wie wir am nächsten Tag, einen sehr frühen Flug Richtung Arusha zur Safari gebucht hat oder wenn man nach dem langen Flug erstmal ankommen und nicht direkt weiter an die Nord- oder Ostküste fahren will. Die Altstadt Stone Town liegt nämlich nur 15min mit dem Taxi vom Flughafen entfernt.

Wir waren z.B. für eine Nacht im Shaba Boutique Hotel mitten im Kern der Altstadt und waren mehr als zufrieden, sowohl mit der Location, als auch mit der Unterkunft an sich. Mehr als 1 Tag ist meiner Meinung nach allerdings nicht nötig, um einen guten Eindruck von der Stadt zu bekommen und sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und sind super fußläufig im Stadtkern zu erreichen.

Was man vorab allerdings wissen muss:

Entspannt dort durch die Gassen schlendern ist eher schwierig. Man wird alle paar Sekunden von irgendwem angesprochen, sei es damit man an irgendeinem Stand was kauft oder weil die Person einen durch die Stadt führen will (nur gegen Bezahlung versteht sich). Per se ist das auch nicht schlimm, kann aber in dem Ausmaß wirklich nervig werden. Um das zu umgehen, werden auf Sansibar auch häufig geführte Touren angeboten, bei denen man mehrere Sehenswürdigkeiten mit Guide an einem Tag abklappert (z.B. Stone Town + Spicefarm + Prison Island).

Wir haben Stone Town trotzdem auf eigene Faust erkundet und würden es auch immer wieder so machen. Unsicher haben wir uns dort nicht gefühlt. Trotzdem würde ich nicht empfehlen in der Dunkelheit durch die kleinen Gassen zu schlendern.

Must do’s

  • Aktivitäten:
    • Prison Island Tour (Changuu Island)
    • Nakupenda Island Tour
    • Forodhani Park / Night Market
    • Big Body Spice Farm
    • Darajani Market
    • Sklavenmuseum + Christ Church
    • Freddie Mercury Museum
    • Inbai Beach
  • Restaurants:
    • Lukmaan
    • Lazuli Café (Smoothies)
    • Mama Mia Gelato
    • Livingstone (Beach+Rooftop)
    • Coffee House
    • 6 degrees South
    • Emerson on Hurumzi / Secret Garden
    • Masa Japanese Restaurant
    • The Wooden Table
Darajani Market
Inbai Beach
The Wooden Table Restaurant

Wir waren auf unserer Reise an zwei verschiedenen Orten in Stone Town. Vor der Safari in der Altstadt direkt, was ich auch total empfehlen würde, da man überall zu Fuß hinkommt. Nach der Safari waren wir noch zwei Tage im „Mbweni Ruins & Gardens“ Hotel. Direkt davor liegt der Inbai Beach, ein Teil davon ist hoteleigener Strand, der Rest ist öffentlich. Das Restaurant „The Wooden Table“ gehört auch zum Hotel. Frühstück gibt’s dort inklusive.

Prison Island – Schildkröteninsel

Prison Island (Changuu Island) ist bekannt für seine Riesenschildkröten. Die ersten Schildkröten waren ursprünglich ein Geschenk von den Seychellen. Mittlerweile ist ein Bereich der Insel zu einer Sanctuary umfunktioniert worden, um die Population zu erhalten. Es gibt auch einen kleinen abgetrennten Bereich, in dem die Baby Schildkröten aufgezogen und ungestört groß werden können.

Die Insel wird zwar Prison Island genannt, aber ein Gefängnis gab es dort nie. Es war zwar so geplant, aber die Insel wurde tatsächlich “nur” als Umschlagplatz für die damaligen Sklaven, sowie als Quarantäneinsel während der Gelbfieberepidemie genutzt. Bis vor Corona befand sich auf der Insel dann ein Luxus-Hotel. Dies musste allerdings aufgrund von Corona schließen und die gesamten Ruinen befinden sich bis heute auf dem Gelände. Das ganze fühlt sich ein bisschen so an wie ein Lost-Place. Nur dass eben jede Menge Touristen auf der Insel sind. Um die genaue Geschichte der Insel zu erfahren, gibt es dort auch ein kleines Museum, in dem es allerdings hauptsächlich nur Text zu lesen und nichts zum anschauen gibt.

Es gibt keine Fähren auf die Insel und auf eigene Faust ist das auch nicht wirklich machbar. Wir haben über unser Hotel deshalb einen Bootsfahrer gebucht, der uns auf die Insel bringt (genauso gut, sind aber auch alle Touranbieter, die man in Stone Town trifft). Anschließend hat er uns dann auch über die Insel geführt und uns am Ende nochmal so viel Zeit gelassen wie wir wollten, um selbstständig rumzulaufen und Bilder zu machen. Dafür haben wir ca. 40€ p.P gezahlt, inklusive dem Eintritt für die Insel. Ich bin der Meinung wir haben auch nochmal extra gezahlt, um den Bereich mit den Schildkröten besuchen zu dürfen, aber sicher bin ich mir nicht mehr. Es ist also schon ein relativ teurer Spaß. Wenn man einen Kombiausflug über Getyourguide bucht, kommt man da vielleicht ein bisschen günstiger weg.

Es war auf jeden Fall schön die Schildkröten zu sehen und ich muss auch sagen, dass sich zu mindestens als wir dort waren alle Touristen daran gehalten haben, die Tiere nicht anzufassen. Außerdem hatten die Schildkröten viel Platz um sich zurückzuziehen und zu verstecken. Ob die Haltung dort allerdings trotzdem artgerecht ist, kann ich leider nicht beurteilen. Am besten macht ihr euch selber ein Bild, die Meinungen dazu in den Google Bewertungen sind wirklich sehr gespalten und teilweise auch sehr schlecht – das liegt aber auch an dem etwas zu überteuerten Eintrittspreis meiner Meinung nach. Denn bis auf die Schildkröten und das kleine Museum gibt es dort nicht wirklich viel. Ein bisschen durch die alte Hotelanlage schlendern ist zwar interessant, aber dauert auch nicht länger als 10min.

Fazit + Kosten für die gesamte Reise

Zuallererst kann ich wirklich sagen, Tansania ist ein wunderschönes Land und wirklich ganz anders als die anderen Länder, die ich bisher bereist habe. Die Natur ist wunderschön und Tansania gehört definitiv auf jede Bucket List. Allerdings hat das Land – wie jedes andere auch – einige “Schattenseiten”. Was uns persönlich wirklich sehr gestört hat sind die Beach Boys bzw. die Verkäufer und jegliche Leute, die einem etwas andrehen möchten und auch kein Nein akzeptieren. Das hab ich vorher wirklich noch nie so erlebt und hat der Reise leider einen kleinen Dämpfer gegeben. Nichtsdestotrotz hatten wir dort eine wunderschöne Zeit und ich kann jedem nur empfehlen einmal dort hinzukommen.

Insbesondere die Safari war wirklich ein once-in-a-lifetime Erlebnis und ich kann so eine low-budget Safari wirklich jedem nur ans Herz legen. Wenn ich so eine Reise allerdings nochmal planen würde, würde ich mir definitiv mehr Zeit nehmen und auch mehr Orte auf dem Festland erkunden, wie beispielsweise die Orte rund um Arusha.

Danke Tansania für wunderschöne 2 Wochen ! ❤️

Kostenaufstellung:

  • Flug: 1334€ p.P (FFM → Dubai → Sansibar mit Emirates)
  • Inlandsflüge: 237€ p.P (Sansibar → Arusha → Sansibar)
  • Unterkünfte: 415€ p.P
  • Verpflegung: ca. 30€ pro Tag und pro Person
  • Aktivitäten: 150€ p.P
  • Transporte: 120€ p.P
  • Safari: 630€ p.P + Trinkgeld

Gesamtsumme: 3.206€ pro Person

© 2025 Melissa Merhof

2 Wochen Backpacking Laos – Südostasiens Hidden Gem

Der günstigste Heißluftballonflug der Welt, wunderschöne Wasserfälle, krasse Natur und das Beste: kaum Touristenmassen. Wenn du Lust hast mal ein Land zu bereisen, was du nicht schon tausendmal auf Instagram gesehen hast, dann bist du hier genau richtig!

Low-Budget-Camping Safari in Tansania

Wenn du broke bist, aber trotzdem auf Safari gehen willst, dann bist du hier genau richtig. Safaris in Tansania sind unglaublich teuer, aber definitiv ein Bucket List Moment, den man erlebt haben muss. Ich zeig dir, wie du auch mit kleinem Geldbeutel deinen Traum einer Safari in der Serengeti wahr werden lassen kannst.

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